Ausstellung

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Çiğdem Aky: Ein blauer Himmel

14.2 — 26.4.2020

Çiğdem Aky: Kein Titel, 2018, 50 × 40 cm, Acryl und Öl auf Baumwolle

Çiğdem Aky: Kein Titel
2018, 50 × 40 cm, Acryl und Öl auf Baumwolle

Çiğdem Aky: Ohne Titel Nr 120, 2018, 230 × 185 cm, Acryl und Öl auf Baumwolle

Çiğdem Aky: Ohne Titel Nr 90
2018, 230 × 185 cm, Acryl und Öl auf Baumwolle

Çiğdem Aky: Ohne Titel Nr 120, 2018,  150 × 120 cm, Acryl und Öl auf Baumwolle

Çiğdem Aky: Ohne Titel Nr 90
2018, 150 × 120 cm, Acryl und Öl auf Baumwolle

Çiğdem Aky malt. Sie trägt Farben mit dem Pinsel auf die Leinwand auf und lässt diese über Kontraste und Harmonien wirken.
Im äußeren Bereich eines jeden Bildes lässt sich der Malvorgang genau verfolgen. Auf einer farbig grundierten und noch feuchten Fläche verteilt Çiğdem Aky mit einem breiten Pinsel und großem gestischem Schwung eine weitere Farbe. Noch während des Auftragens verbindet und mischt sich diese mit der Farbe des Grundes. Das Resultat ist das Bild einer Bewegung, die Fixierung einer Dynamik. Ins Zentrum eines jeden Bildes setzt Aky dann eine farbige, ängsrechteckige Fläche ohne erkennbare malerische Struktur, eine rein geometrische Farbfläche. Häufig wird diese noch durch einen schmalen Rand vom Rest des Bildes abgegrenzt.

Die Künstlerin schreibt darüber: »Meine selbstkonstruierte Form besteht aus zwei Elementen, die mir sehr wichtig sind: Einem klaren, geometrischen Element in der Mitte und zweitens der Geste meiner Hand, der Bewegung meines Körpers und dem inselstrich. Diese Form vereint den Gegensatz aus kontrollierter, konstruktiver Malerei ohne Handschrift und unkontrollierter, gestischer Malerei.
Das sind für mich die beiden größten Gegensätze in der Malerei. Ich habe mit Porträtmalerei begonnen und dann schrittweise die Figur, die ich darzustellen versuchte, aufgelöst und bin dadurch zu der beschriebenen Form gelangt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das für mich die perfekte Form. Wenn ich sie einsetze, dann kann ich den Fokus auf malerische Entscheidungen legen, die für mich besonders wichtig sind: Wie ich den Pinsel ansetze, wann ich mit dem Farbauftrag aufhöre, wo ich Farbe tropfen lasse, was ich übermale. Man kann es malerische Forschung nennen.«

Çiğdem Aky (*1989 in München) studierte zunächst von 2009 bis 2013 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Nach Anfängen in der gegenständlichen Malerei (Porträts, Interieurs, Landschaften) wandte sie sich 2013 der abstrakten Malerei zu und studierte von 2013 bis 2017 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Anfang 2017 schloss Aky ihr Studium als Meisterschülerin ab. 2013 erhielt sie das Oskar-Karl-Forster Stipendium, 2015 den DAAD Preis für hervorragende Leistungen. Çig˘dem Aky lebt und arbeitet in München

Çiğdem Aky im Atelier

Çiğdem Akyim im Atelier