Blick in die Sammlung II
2.6. — 2.8.2026
Josef Madlener, Landschaft, © MEWO Kunsthalle Memmingen
Josef Madlener, Landschaft, © MEWO Kunsthalle Memmingen
Immer wieder beschäftigen uns mit dem Werk von Josef Madlener. Es ist faszinierend und merkwürdig zugleich.
Diese Blicke in die Sammlung werden sich fortlaufend mit dem Werk Josef Madleners beschäftigen. Es ist faszinierend und merkwürdig zugleich.
Landschaften waren immer ein zentrales Thema bei Josef Madlener. Für seine Darstellungen des Benninger Rieds und der umgebenden Landschaft mit der Fernsicht auf die Alpen ist er bekannt geworden.
Seinen eigenen Stil hat er durch die Beschäftigung mit der Malerei von Giovanni Segantini (1858–1899) entwickelt, der reine Farbtöne in feinen Strichen direkt auf die Leinwand aufbrachte, die sich dann erst im Auge der Betrachter*innen zum Abbild der Natur vermischten.
Doch schon früh experimentiert er auch mit einer Art abstraktem Symbolismus. Jedoch bleibt diese Auseinandersetzung eher privat, diese Bilder bekommen nur enge Freunde zu sehen. An die Öffentlichkeit tritt er mit den traditionelleren Landschaftsdarstellungen und Portraits, mit Heiligenbildern oder weihnachtlichen Szenen aus dem Allgäu.
Josef Madlener (16.4.1881 in Amendingen – 17.12.1967 in Amendingen) studierte, nach einer Lehre als Dekorationsmaler in Memmingen, an der Kunstgewerbeschule und hernach an der Akademie der Bildenden Künste in München. Mit vorwiegend ländlichen und weihnachtlichen Motiven verzeichnete er als Maler schnell Erfolge und nahm an zahlreichen Ausstellungen teil. Schon früh beschäftigte er sich zudem mit Religion, Okkultismus und Parapsychologie.
Der Nachlass von Josef Madlener gehört zum Bestand der MEWO Kunsthalle, er wird hier kunsthistorisch bearbeitet und durch Ausstellungen wie auch Publikationen erschlossen..