Blick in die Sammlung III
4.8. — 27.9.2026
Josef Madlener, Portrait, 1952,
© MEWO Kunsthalle Memmingen
Josef Madlener, Portrait, 1940,
© MEWO Kunsthalle Memmingen
Immer wieder beschäftigen uns mit dem Werk von Josef Madlener. Es ist faszinierend und merkwürdig zugleich.
Die kleinen Einblicke in die Sammlung beschäftigen sich in diesem Jahr fortlaufend mit dem Werk Josef Madleners. In diesem Kabinett präsentieren wir Arbeiten, die bislang noch nicht so häufig in der MEWO Kunsthalle zu sehen waren.
Den Portraits gebührt im Werk von Josef Madlener ein ganz eigenes Kapitel. Wichtig sind wie im restlichen Werk die religiös geprägten Motive, die Darstellungen von Jesus und anderen Heiligen. Diesen nähert sich Madlener immer wieder auch durch Selbstportraits an – was natürlich einige Rückschlüsse auf sein Weltbild und seine Eigenwahrnehmung zulässt. Hinzu kommen Portraits von Freunden und Weggefährten, denen er damit seine Wertschätzung ausdrückt. In der zeichnerischen Ausarbeitung lässt sich eine besonders hohe Qualität ablesen, die sicherlich seiner frühen Karriere als Zeichner geschuldet ist.
Portraits von Menschen aus Amendingen kommen ebenfalls immer wieder vor. Dies sind zum einen Studien für größere Bilder, zum anderen aber auch Darstellungen, von denen er sich eventuell einen Verkauf versprach.
Josef Madlener (16.4.1881 in Amendingen – 17.12.1967 in Amendingen) studierte, nach einer Lehre als Dekorationsmaler in Memmingen, an der Kunstgewerbeschule und hernach an der Akademie der Bildenden Künste in München. Mit vorwiegend ländlichen und weihnachtlichen Motiven verzeichnete er als Maler schnell Erfolge und nahm an zahlreichen Ausstellungen teil. Schon früh beschäftigte er sich zudem mit Religion, Okkultismus und Parapsychologie.
Der Nachlass von Josef Madlener gehört zum Bestand der MEWO Kunsthalle, er wird hier kunsthistorisch bearbeitet und durch Ausstellungen wie auch Publikationen erschlossen..